Dr. Yasmina Banaszczuk
 
 
 

Netzwerke. Diversität.

Pop- und Netzkultur.

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Netzwerke

Das Thema, das Banaszczuks Arbeit durchzieht, ist das der zwischenmenschlichen Kontakte. In ihrer Promotion widmete sie sich der Frage, wie eigene Kontakte und die von Freunden und Familien junge Berufseinsteiger*innen unterstützen – und ob es einen Unterschied macht, ob die Eltern studiert haben. Zudem weiß sie um die Macht von zwischenmenschlichen Zusammenschlüssen im Netz, nicht umsonst dem soziologischen Fachbegriff gleichend “soziale Netzwerke” genannt.

Auf Einladung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer war Yasmina Banaszczuk mehrere Jahre Mitglied im Landesrat für Digitale Entwicklung und Kultur in Rheinland-Pfalz. Zuvor arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin für den netzpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion in Hamburg, Hansjörg Schmidt. 2012 startete sie zusammen mit Dennis Morhardt das erste bundesweit durchgeführte Mitgliederbegehren in der SPD. In diesem Kontext und auf Bitte des damaligen Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel entwickelten Banaszczuk und Morhardt ein Papier mit Vorschlägen zur Verbesserung der Partizipation innerhalb der Partei.

 

Diversität

Eng verknüpft mit ihrer Arbeit zur Netzwerkforschung ist für Banaszczuk das Thema der Diversität. Dies beschränkt sie nicht nur auf Geschlechtergerechtigkeit – ihr Forschungsschwerpunkt war vor allem einer der sozialen Herkunft. Entsprechend begleitet sie verschiedene Arbeiten, ob Artikel, Vorträge oder Beratungen, auch stets intersektional. Wie benachteiligt sind nicht nur Frauen, sondern eben auch Menschen aus nicht-akademischen Familien oder mit Migrationshintergrund?

Im Rahmen von #aufschrei diskutierte sie auf Einladung der SPD-Bundestagsfraktion mit ehemaligen Personalvorständen, Aktivist*innen und Politiker*innen über mögliche Aufbrüche aus der Sexismus-Krise. Im Jahr 2016 war sie Co-Initiatorin des Bündnisses #ausnahmslos, welches sich gegen die Instrumentalisierung von sexualisierter Gewalt durch rechte Gruppen aussprach. 

Es gibt verschiedene Profile über ihr (vergangenes) politisches Engagement, zum Beispiel im Freitag und in der taz.

 

Pop- und Netzkultur

Egal ob Serie, Games oder Porno - in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft wird alles zur Kulturfrage. Insbesondere Empowerment, Sexualität, gesellschaftlicher Identität und Ausstrahlungseffekte auf Politik und Wirtschaft sind die zentralen Themen ihrer Artikel und Vorträge. Die Analyse und gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit den großen und kleinen Freuden des Alltags sind Banaszczuks Stärke. 

Seit 2012 spricht sie auf Konferenzen wie der re:publica über digitale, Netz- und Subkulturen aller Art. Sie begleitet auf Anfrage entsprechende Seminare und (Schreib-)Workshops, beispielsweise zu Fanfictions oder was wir von Fangemeinschaften lernen können.

Auf Anfrage der Amadeu-Antonio-Stiftung schrieb Banaszczuk 2014 über Strategien und Typologisierungen von Hate Groups im Netz, begleitete zugehörige Workshops mit Vertreter*innen von Presse und Medien, und gibt immer wieder Einordnungen in Interviews.